Dienstag, 27. Oktober 2009

Libyen-Konflikt: Jean Zieglers Vorschläge fruchten

Jean Ziegler beschrieb in der Sendung «Rundschau» die Situation Libyens als eine auch affektive, die es auch mit psychologischen Mitteln zu lösen gelte. Dazu seien die bilateralen Verhandlungen ausgeschöpft, es blieben aber noch Möglichkeiten über Dritte.

Ein Woche später zeichnen sich erste Wege ab:
  • Die Zentrale der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) in London will mit Libyen Kontakt aufnehmen oder eine «Urgent Action» (massenweise Appelle, Bitten oder Beschwerden) auslösen.
  • Die Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) bietet ihre Hilfe an, im Schweiz-Libyen-Konflikt zu vermitteln, indem sie einen Mediator ernennt.
  • Daneben boten unter anderem die USA und Spanien ihre Hilfe an.
  • Eine weitere Möglichkeit wäre, mit Kanada zusammenzuarbeiten, da auch dieses Land von Gaddafi schikaniert wird mit «Visa-Verboten» für Kanadier.
Sonja Hasler

Sonja Hasler ist seit 2006 Schweizer Moderatorin und Redaktorin der Rundschau auf SF 1.
 
Sie studierte Germanistik, Theologie und Psychologie in Bern und San José auf Costa Rica.

 
Jean Ziegler

Jean Ziegler ist Schweizer Soziologe, Politiker und Sachbuchautor. Von 1967 bis 1983 und von 1987 bis 1999 war er Genfer Nationalrat.
 
Von 2000 bis 2008 war er UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung - zuerst im Auftrag der Menschenrechtskommission, dann des Menschenrechtsrats - sowie Mitglied der UN-Task-Force für humanitäre Hilfe im Irak.
 
2008 wurde Ziegler für ein Jahr in den Beratenden Ausschuss des Menschenrechtsrats gewählt. Er ist ausserdem im Beirat der Bürger- und Menschenrechtsorganisation Business Crime Control.

 

Zusammenfassendes Transkript

Autoren: Schweizer Fernsehen, web.quantensprung


 
Hasler :  Bei uns im Studio begrüsse ich Jean Ziegler, Libyenkenner und Herausgeber des Buches: «Der Hass auf den Westen».
Guten Abend Herr Ziegler.

 
Ziegler :  Guten Abend.
 
Hasler :  Wir sahen es soeben im Film: Den Aussenpolitikern platzen die Krägen, sie sagen, es sei genug, und sie fordern eine härtere Gangart gegen Gaddafi.
Haben Sie Verständnis für diese Haltung?

 
Ziegler :  Ich habe Verständnis, bin aber nicht damit einverstanden. Sicher ist, dass die Schweiz im Recht ist. Die Geiselnahme ist ein totaler Skandal und müsste morgen beendet werden, aber ein Konfrontationskurs ist das Schlimmste, was man machen könnte.
 
Hasler :  Warum? Muss die Schweiz jetzt nicht Stärke beweisen?
Die weiche Tour mit Herrn Gaddafi brachte keine Ergebnisse.

 
Ziegler :  Die Aussagen meiner ehemaligen Kollegen sind völlig falsch. In einem Konflikt zwischen zwei souveränen Staaten gibt es drei Möglichkeiten:
 
Eine militärische Intervention, was nicht in Frage kommt.
Wir könnten wirtschaftliche Sanktionen ergreifen gegen den siebent grössten Erdölproduzenten der Welt. Ein solcher Investitionsstopp wäre komplett sinnlos, weil Deutschland, Frankreich oder ein anderes Land unsere Marktanteile sofort übernehmen würden.
 
Hasler :  Ein Visa-Stopp wäre eine weitere Möglichkeit, oder nicht?
 
Ziegler :  Das wäre noch schlimmer. Libyen besitzt die grösste Erdölraffinerie und 300 Tankstellen in der Schweiz, die von libyschem Öl abhängig ist.
 
Die dritte Möglichkeit einer Konfrontation ist der Gang an den Internationalen Gerichtshof in Den Haag, den die UNO-Charta vorsieht. Dort können wir gegen Völkerrechtsverletzungen klagen, aber das würde zehn Jahre dauern.
 
Hasler :  Sie denken, dass all diese Massnahmen Herr Gaddafi nicht im Geringsten beeindruckt?
 
Ziegler :  Die Visa-Geschichte ist schlicht lächerlich. In Europa gibt es 27 Staaten. Wenn die Schweiz nun keine Libyer mehr im Land haben will, so weichen diese nach Paris oder London aus. Das ist eine absolut sinnlose Massnahme. Ich empfehle dringend, bilaterale oder multilaterale Verhandlungen fortzuführen. Das Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) leistete bis anhin grossartige diplomatische Arbeit.
 
Hasler :  Sie führten bilaterale Verhandlungen, die zu nichts führten!
Welche Massnahmen sind nun gefragt?

 
Ziegler :  Mein Vorschlag ist, eine Drittperson zu suchen, die das Gespräch mit Gaddafi aufnimmt. Das könnte z. B. ein ehemaliger Staatschef aus der Maghreb-Region sein. Dieser besitzt grossen psychologischen Einfluss auf Gaddafi, weil er sein Lehrmeister war. Ich sah die beiden zweimal zusammen in Gaddafis Büro. Ich wurde mehrmals von Gaddafi eingeladen und konnte dabei ihre enge Beziehung beobachten.
 
Hasler :  Wollen Sie uns nicht den Namen dieser Person nennen?
 
Ziegler :  Nein, Bern soll dies tun. Nur über eine Drittperson kann eine Lösung gefunden werden.
 
Hasler :  Aber Gaddafi will keine Einmischung von Drittstaaten.
Er will diese Familienangelegenheit bilateral lösen.

 
Ziegler :  Die libysche Machtstruktur ist unglaublich kompliziert. Es ist eine Allianz von fünf Beduinen-Föderationen und der Küsten-Bourgeoisie von Benghazi, Tripolis, usw. Gaddafi ist kein Diktator... ... aber er zeigt seit Tagen das Gesicht eines Diktators.
 
Ein Diktator entscheidet rücksichtslos. Gaddafi hält eine heikle Position inne. Sein Stamm ist der kleinste und schwächste dieser fünf Föderationen. Deshalb ist er auch Präsident des Revolutionsrates.
 
Wenn Gaddafis Familienehre verletzt wird, ist das eine affektive Sache, die er rächen muss, damit er seine Schiedsrichterfunktion innerhalb des komplizierten Machtgefüges behalten kann.
 
Deshalb gibt es nicht nur eine rationale Sicht der Dinge, sondern auch eine affektive Sicht. Wenn ein Unterhändler Einfluss auf Gaddafi hat, weil er in der Politik seit Jahren sein Lehrmeister war, so ist das ein Weg, der zum Ziel führen könnte.
 
Hasler :  Andere Möglichkeiten böte die Zusammenarbeit mit Amerika oder Frankreich.
 
Ziegler :  Nein. Die Europäer freuen sich über den Konflikt. Der Staatsfond Libyens beträgt 136 Milliarden Dollar. Im kapitalistischen Dschungel gibt es keine Solidarität. Wenn die Schweiz aus Libyen herausfällt, kommen sofort amerikanische oder europäische Konzerne, die die schweizerischen Marktanteile übernehmen.
 
Bundesrätin Calmy-Rey leistete Grosses für die Amerikaner. Auch Herr Ambühl geniesst grosses Ansehen in Washington. Die Amerikaner kämpfen mit den Libyern am Südrand der Sahara gegen Al-Kaida.
 
Libyen ist das einzige der sechs Maghreb-Länder, das die islamistischen Fundamentalisten besiegte. Deshalb ist die Zusammenarbeit der Sicherheitsdienste von den USA und Libyen sehr eng. Die USA könnten direkten Einfluss auf den Revolutionsrat ausüben.
 
Hasler :  Haben die USA ein Interesse daran, für die Schweiz die Kohlen aus dem Feuer zu holen?
 
Ziegler :  Die Schweiz ist eine prestigereiche Demokratie, das ist eine gewichtige Sache. Innenpolitisch braucht Gaddafi die Schweiz. Nach dreizehn Jahren Boykott durch die UNO und die USA vollführte Gaddafi eine Kehrtwendung.
Die freien Offiziere kamen am 01.09.1969 an die Macht, als Gaddafi 27 Jahre alt war.
 
Über zwei Generationen wurde antiwestliche Politik betrieben, die sogenannte antiimperialistische Befreiungsbewegung. Vor zwei Jahren kam plötzlich Herr Bush und befahl ein Ende des Nuklearprogrammes. Er drohte mit Bombardierung, falls Libyen nicht der westlichen Allianz beiträte.
 
Ich kenne Gaddafi sehr gut, er ist ein schlauer Mann. Damals vollführte Gaddafi eine Kehrtwendung um 180 Grad, die er aber seinem Volk erklären musste.
 
Hasler :  Braucht er die Schweiz als Feindbild?
 
Ziegler :  Genau, als Prügelknabe, weil die Schweiz als Prestige-Demokratie einen hohen Symbolwert besitzt. Indem Gaddafi nun auf die Schweiz einprügelt, kann er seinem Volkskomitee und der Öffentlichkeit zeigen, dass sich Libyen von der Genfer Polizei nicht in die Knie zwingen liess. Innenpolitisch ist das ein sehr wichtiger Trumpf, den Gaddafi in Händen hält.
 
Hasler :  Alles dreht sich um zwei Geschäftsleute, die in Libyen gefangen gehalten werden. Haben Sie eine Vermutung, wo sich die Geiseln befinden?
 
Ziegler :  Libyen ist 1,2 Mio. km2 gross.
 
Hasler :  Sind sie im Gefängnis oder in der Wüste?
 
Ziegler :  Das weiss niemand. Auch das Internationale Rote Kreuz (IKRK) hat keinen Zugang. Das EDA versuchte alles Mögliche, um mit den Geiseln in Kontakt zu treten. Die Geiseln werden irgendwo festgehalten.
 
Hasler :  Ist es möglich, dass ihnen dasselbe Schicksal widerfährt wie den bulgarischen Krankenschwestern, die unschuldig acht Jahre im Gefängnis sassen?
 
Ziegler :  Fünf Krankenschwestern und ein palästinensischer Arzt sassen acht Jahre im Gefängnis. Sie arbeiteten im Krankenhaus von Benghazi, dem grössten Krankenhaus Libyens. Für AIDS-infizierte Kinder benötigte man damals Sündenböcke.
 
Hasler :  Handelt es sich nun um eine andere Situation?
 
Ziegler :  Ganz anders, weil Interessen im Spiel sind.
 
Hasler :  Wir müssen zum Schluss kommen. Ein letztes Wort?
 
Ziegler :  Die erste Etappe, in der die Schweiz selbst bilaterale Verhandlungen führte, ist vorbei. Ein Kollisionskurs wäre absurd und würde zur totalen Niederlage führen. Wir besitzen aber Optionen, um über Drittparteien Einfluss auf Gaddafi und den Revolutionsrat auszuüben.
Es geht nicht nur um Gaddafi, sondern um die 15 Revolutionsräte.
Auf diesem Weg könnten wir Gaddafi zur Vernunft bringen.
 
Hasler :  Das hoffen wir alle auch.
Dieses Thema wird uns noch länger beschäftigen. Danke für Ihren Besuch!

 
Ziegler :  Ich danke Ihnen.

Libyens Rollenkonflikt: Vorsitz und Geiselnehmer

Libyen belegt derzeit zweifellos wichtige Rollen:
Der ehemalige Aussenminister Ali Abdussalam Treki ist bis voraussichtlich September 2010 Präsident der Generalversammlung der Vereinten Nationen, und Diktator Muammar Al-Gaddafi präsidiert die Afrikanische Union (AU), deren Gründung er initiiert hat.
Als weiteren -absolut verwerflichen - "Auftrag" hat sich Libyen zum Geiselnehmer ernannt und hält seit dem 19. Juli 2008 zwei Schweizer Bürger ohne ersichtlichen Grund fest.

Als Muammar Al-Gaddafi während der UN-Generalversammlung September 2009 einen Teil der UN-Charta zerriss und hinter sich schmiss, mag man das als weiteren Ausraster dieses auffälligen Charakters gehalten haben. Gaddafi hat mit der aktuellen Geiselnahme aber auch das Recht weit hinter sich gelassen, an das er sich binden muss, will er bzw. Libyen die international wichtigen Rollen beibehalten.
 
Dieser Rollenkonflikt zwischen Verbrechertum und Vorsitzen in Organisationen, in denen Recht und Menschenrechte wichtige Komponenten bilden, droht nicht nur für Libyen unmöglich und grotesk zu werden, er zeigt auch, dass jene Organisationen inaktiv bleiben, wenn derartige Zerrbilder entstehen.
 
In diesem Jahrhundert machte sich Libyen bereits mindestens in zwei Fällen schuldig an internationalen Geiselnahmen:
1999 – 2007 Geiselnahmen von fünf bulgarischen Krankenschwestern und einem palästinensischen Arzt, die allesamt gefoltert und politisch missbraucht wurden. [ HIV-Prozess in Libyen]
Juli 2008 – heute Geiselnahme zweier Schweizerbürger offensichtlich als Rache auf die Festnahme des Gaddafi-Sohns Hannibal wegen Misshandlung von zwei Hausangestellten. Muammar Al-Gaddafi liess die Leute an unbekannte Orte verschleppen, Abmachungen mit der Schweizer Regierungsspitze hielt er nicht ein. [ Libyen-Affäre (Schweiz)]
Als der Papst vor wenigen Tagen zum Abschluss der Afrika-Synode ausrief: " Afrika, steh auf! Mut, Afrika, steh auf!", richtete er sich nebst seinen kirchlichen Institutionen und Anhänger vor allem an Hungernde, Arme, Kranke, Unterdrückte und Verfolgte aber sicherlich nicht an Leute wie den Rechtsbrecher Gaddafi, der sich über Menschenrechte und Völkerrecht hinwegsetzt, als seien sie bloss Mückenschisse, die es zu achtlos zu tilgen gilt.
 
Gaddafi ist Afrikaner, und zu seinen ehrenvollen Aufgaben gehörte es, insbesondere als Präsident der AU, Mut in den Menschen seines Kontinents zu generieren und zu stabilisieren. Statt dessen vertrödelt er die Lebenschancen der eigenen Leute und beschäftigt sich damit, europäische Staaten zu Prügelknaben zu deklarieren, um seinen schwachen Stand als Stammesführer letzter Klasse zu stärken.

Kein Weg aus dem Schlamassel

Ein kontraproduktiver Vorschlag kam aus Richtung der Schweizer SVP: Sollte die UNO nach einer Schweizer Intervention Libyen das Präsidium der UNO-Präsidentschaft nicht entziehen, müsste die Schweiz aus der UNO austreten.
 
Nicht nur dass die Schweiz jahrzehntelang gekämpft hat, um der UNO beizutreten, es wäre vollkommen abartig, eine gewisse Isolation der Schweiz, die von Gaddafi für seine Geiselnahme voll ausnützt, noch zu vergrössern.

Freitag, 23. Oktober 2009

Schiesst Hannibal Gaddafi zurück ?

Nachdem die Web Site von Hannibal Gaddafi seit mehreren Tagen darnieder liegt, scheinen nun Computer-Teile der Bundesverwaltung in Bern abgelegen zu sein. Betroffen sind laut Tages Anzeiger (23.10.09): "… die Departemente von Innenminister Pascal Couchepin, Bundespräsident und Finanzminister Hans-Rudolf Merz sowie Aussenministerin Micheline Calmy-Rey …"
 
Das ist Hannibals Rache !
Er trachtet nach Stunk !
 
Bandwidth Limit Exceeded

SP-Clip: x-mal «ES»

Die KITAG (Kino-Theater AG) weigert sich, einen SP-Clip als Werbung zu zeigen. Die SP heult: «Zensur!».
Ihr Hauptargument: Es handele sich um ungewöhnliche politische Werbung, man wolle bloss das SP-Logo samt dem Slogan «JA» bekannter machen. Was an dieser Werbung ungewöhnlich sein soll, bleibt verborgen.

Gehe ich ins Kino, will ich mir einen Film ansehen, über den ich ein gewisses Vorwissen besitze, der mich voraussichtlich fesseln wird. Um mich darauf konzentrieren und davon faszinieren lassen zu können, habe ich mich weitgehend von anderen Tages- und Weltproblemen «befreit».
 
Einen Polit-Werbe-Clip will ich in diesem Fall nicht sehen. Auch keinen, der mit mehr oder weniger tiefgründigen, schwammigen und pseudopädagogischen Sätzen daherkommt. Im konkreten Fall will ich mich auch nicht fragen, was ES ist.
 

Dazu:

Sollen Kinos Politwerbung bringen? (swiss-lupe, 22.10.2009)
Die SP sagt eine Minute lang JA und keiner versteht das (Michael Jäger, 22.10.2009)
  • ES ist das Einfachste der Welt …
  • Jede grosse Veränderung beginnt damit …
  • ES kann Leben ändern …
  • Vergessen wir ES aber …
  • ES kann Berge versetzen …
  • ES macht das Unmögliche möglich …
  • ES gibt uns Hoffnung …
  • ES öffnet Türen und Herzen …
  • ES verleiht uns die Kraft zu träumen …
  • ES prägt unsere Zukunft …
  • Alleine ist ES nur ein Wort …
  • Zusammen mit Dir ist ES der Anfang von allem …

Sonntag, 18. Oktober 2009

Minarett-Verbot:
Moorhuhn-Mentalität, Plärren und Gamen

Die Handlungsstrukturen der schweizerischen rechten Szene laufen die Gefahr, Kult zu werden, und spielen sich global gesehen in drei Bereichen ab:
A: Grobschlächtiges Provozieren, B: Jammern und Plärren, C: Gamen unter dem Motto: "Gebt dem Volk Bier und Spiele"
Da wir sich mancher Gelangweilte fragen: «Wo bleibt das Bier?»

Nachdem das erste Plakat in mindesten 7 Schweizer Städten verboten wurde, lancierte Komitee der Anti-Minarett-Initiative ein zweites, und will nun offenbar gegen Basel rechtliche Schritte ergreifen.
Wieso «bloss» Basel dran glauben muss, bleibt vorerst nebulös.
1. Plakat: Diskriminierend 2. Plakat: Plärrend
Bild-Quelle: Blick
Das erste umstrittene und diskriminierende Plakat
Bild-Quelle: Blick
Das zweite Plakat, weil einige Orte das erste Plakat verboten bzw. dessen Aufhängen auf öffentlichem Grund NICHT empfahlen.
Damit das Image der Anti-Minarett-Initiative nicht etwa verschütt geht, dürfen die erschreckten Bürger nun spielen: Minarette versenken und Muezzine blockieren. Gegen das Aufkommen aggressiver Stimmung sorgt Handorgelmusik in Endlosschleife. - Ein Glück, dass der Ton über einen Button abgeschaltet werden kann!
Game: Minarett-Attack!

Bild-Quelle: Minarett-Attack!

Ähnliches hatten wir schon vor zwei Jahren, als die SVP anlässlich der Ausschaffungsinitiative die halbe Schweiz verrückt machte mit Schafen und dem Tierwesen «Zottel». Das damalige Zottel-Game versteckt sich nun – wohl aus Tierschutz-Gründen – hinter einem Passwort. Was uns in Zukunft von den Schweizer Rechten erwartet, wagt man sich kaum vorzustellen. Irgendein unnützer querulatorischer Eintopf wird wohl irgendwann kommen.
Ob und wann die Rechte ihre Moorhuhn-Mentalität überwinden wird, bleibt ungewiss. Die scheint sich bei denen zu verhalten, wie's manchmal bei der Stubenreinheit von jungen Hunden zugeht: Manche schaffen sie früher, manche später, wenige nie.

A propos «unnütz»:

Obwohl ich keinem religiösen Club angehöre, habe ich mich mal im Blog von Martin Flütsch umgeschaut: Unter dem Titel: «Minarette verbieten gleich Islam verbieten?» [vom 17.10.2009] wird hier argumentiert hinsichtlich des Nutzens der Minarett-Verbot-Initiative.

Samstag, 17. Oktober 2009

SVP: Pardo, Genf, macht sich aus dem Staub

Der Präsident der Genfer SVP, Pardo, hat seinen Rücktritt auf Ende November bekannt gegeben, nachdem er die Pendler zwischen Annemasse (FR) und Genf (CH) als Pack (oder Abschaum, Gesindel) bezeichnet hatte.

SVP: Abschaum, Gesindel oder Pack? [13.10.09]
 
"Monsieur Racaille", alias Pardo, hat ohnehin jegliche Glaubwürdigkeit verloren. Schönrederei, wonach er seinen Rücktritt bereits früher angekündigt hätte, ist bloss warme Luft wie sie manchmal hinten rauskommt, und bis Ende November hätte dieser Abschaum mit seinem Abgang nicht warten müssen.
Möge er unter einem Brückenbogen verrotten.
 
Dem Bürgermeister von Annemasse, Christian DUPESSEY,
wünsche ich für seine Klage viel Erfolg!

 

Sehr ausführlicher Beitrag:

Réponse à Monsieur Soli Pardo, "président" de l'UDC genevoise [16.10.09]

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Hemmungsloser Spargelanbau statt Minarett-Verbot

Nachdem die UNO die Schweizer wegen der erschreckenden Minarett-Plakate rügt, einige Städte das Aufhängen dieser Objekte erlauben, einige es verbieten, scheint es vorteilhafter, die Sphären politischer, ideeller und pädagogischer Thesen zu verlassen, ohne gleich in einen Blut- und Boden-Taumel zu verfallen.

Der Stein des Anstosses
Die diskriminierende Gestalt einer Burka-Trägerin und Minarette in Raketen- / Bombenform sollen abschrecken.
Man interpretierte sogar, Raketen würden die Schweizerflagge von unten her durchstossen. Realisierte man solches, wäre es vollkommen unnötig, ängstlich von möglichen folgenden Schweizer Fahnenverbrennungen zu sprechen, da die Raketen-Flossen die Flagge bereits derart zerrissen hätten, dass zum Verbrennen nicht mehr viel übrig bliebe.
01 Stein des Anstosses
Diskriminierende Faktoren rausgeputzt
Klägliches Resultat: Flache Schweiz mit grossem STOPP-JA und kleinem Verbot.
02 Diskriminierendes weg
Burka-Trägerin ersetzt
Die Frauenfeindlichkeit samt bösem Blick rausgeputzt. Ist auch nicht besser.
03 Burka-Trägerin ersetzt
Raketen / Bomben ersetzt
Etwas Langes und Freundliches muss her. Da eignen sich Spargeln besonders gut: Weich, hell und lecker. Schattenfall ist weggelassen, zugunsten des Flaggen-Weiss…
04 Raketen / Bomben ersetzt
Trachtenfrau ersetzt
Das Endprodukt hat zwar nichts mehr mit Minaretten zu tun, Burkas und Bomben / Raketen erfüllten diesen Anspruch auch nicht.
Es sei die Initiative für den hemmungslosen Spargelanbau lanciert.
05 Hemmungsloser Spargelanbau

Andere Blogs zum Thema:

Lustige Scheinerschiessungen ?

Während man sich in der Schweiz abquält mit den Fragen nach Verletzung der Menschenwürde durch das Anti-Minarett-Plakat, findet man in Japan Scheinerschiessungen lustig.

Anlässlich der TV-Show «Panic Face King» bewirbt sich ein Mann als Kandidat. Während des Bewerbungsgesprächs findet ein fingierter Amoklauf statt, der mit versteckter Kamera aufgezeichnet wird.
Die Schmerzgrenze ist überschritten. Scheinerschiessungen gehören in den Bereich der Foltermethoden.

Was in anderen Blogs dazu steht:

Babel Blog
phré's Blog

Dienstag, 13. Oktober 2009

SVP: Abschaum, Gesindel oder Pack?

Das unsagbare Gebaren der SVP, die zwar fundamental diskutieren will und konstant von Meinungsfreiheit, Verfassung plappert, hat Formen angenommen, die in der Tat Grenzen sprengen: Jene des Anstandes und der Korrektheit gegenüber anderen Staaten und deren Bürgern. Das fremdenfeindliche Gelaber hat mit dem Begriff «Meinung» nicht viel zu tun, sondern ist und bleibt schlichte beleidigende Anmache.

«racaille» kann nach Deutsch übersetzt werden mit «Abschaum», «Gesindel», «Pack» etc. Ich wählte hier «Pack», damit es kurz und heftig daherkommt.
 
Ich lebte vor Jahren in Hochsavoyen und pendelte auch täglich nach Genf, um zu arbeiten. Beleidigen lasse ich diese Bürger und meine ehemaligen Nachbarn nicht!
Kommt etwas spät, die Revolution gilt trotzdem.

Links

Das Gesindel der SVP ausweisen! [swiss-lupe, 13.10.09]
Genève : percée xénophobe sur fond de « racaille » française [bondyblog, 12.10.09]

Le CEVA ?
Réalisons le Saut Quantique
pour des accès sans frontières!
 
Votons pour
Liberté, Égalité, Fraternité!
 
Vive la Haute-Savoie!
Vive les Les Annemassiens !
Vive la France!
Vive Europe !

Et s'il y a un petit coin inutile
dans l'étage le plus bas de la Bastille Saint-Antoine,
on peut facilement y jeter cette racaille d'UDC,
qui n'accepte
ni des pays étrangers et
ni les hommes de couleur.

Der CEVA ?
Verwirklichen wir den Quantensprung
für Verbindungen ohne Grenzen!
 
Lasst uns stimmen für
Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit!
 
Es lebe Hochsavoyen!
Es leben hoch die Bürger von Annemasse!
Es lebe Frankreich!
Es lebe Europa!
 

Und wenn es noch eine kleine nutzlose Ecke
im untersten Geschoss der Bastille Saint-Antoine gibt,
kann man dorthin leicht jenes Pack der SVP hinwerfen,
das weder fremde Länder
noch andersfarbige Menschen akzeptiert.

INAKZEPTABEL :

Le CEVA?
Un nouveau moyen
de transport pour
la racaille d'Annemasse!
Expulsons les criminels
étrangers!
Ne leur offrons pas
encore un accès à Genève!
Votons UDC!
Der CEVA?
Ein neues Transportmittel
für das Pack
aus Annemasse!
Lasst uns die kriminellen
Fremden vertreiben!
Denen soll kein weiterer Anschluss
nach Genf angeboten werden!
Wählt SVP!
 

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Rauchverbot: Berns Wintermärchen 2010

Als seinerzeit die Energie fressenden Heizpilze vor den Restaurants verboten wurden, war das ein kluger Entscheid. Folglich wurden dort angebaute Wintergärten als Aussenräume definiert. Die für Raucher wichtige Information: Wintergärten sind Aussenräume, da darf geraucht werden! Mit diesen paradiesischen Verhältnissen ist es vorbei: Aussen ist nun Innen!

Die auf den 30.09.2009 ausgeschiedene Berner Regierungsstatthalterin Regula Mader hob das Innen und Aussen knapp vor ihrem Abgang - es war kein kalter - von Gesetzes wegen auf, was sowohl Wirte als auch Raucher zu grundlegenden architektonischen Umbauten zwingt, bevor zum Glimmstängel gegriffen werden darf.
 
Die für Raucher wichtige Information: Wintergärten sind Innenräume, da darf NICHT geraucht werden!
 
Bevor solche Räumlichkeiten zu Aussenräumen werden, und dort ordentlich Winter herrscht, müssen zwei Aussenwände oder eine Aussenwand und das Dach entfernt werden, damit der Wind und einige Naturgesetze den bösen Rauch der Raucher tüchtig wegblasen bzw. entfliehen lassen können.
 
Für Raucher bedeutet die geltende Regelung, dass sie sich ad hoc mindestens in den Fächern Physik, Statik, Architektur, Philosophie, Soziologie ausbilden sollten, um als tüchtige Mitarbeiter des jeweiligen Wirts Beistand leisten zu können.
 
Raucher sollten sich zudem fit halten und sich am besten mit Lastwagen und Hubstaplern zwecks des Transportes und Lagerung von Bau-, Schräg, Decken- Rohrstützen und weiterem bauhandwerklichem Gerät ausrüsten, bevor sie sich erdreisten, einen Berner Wintergarten zu besuchen, um dort böse zu rauchen.

Tricks verboten

Rauchverbot
Wer als Raucher zwischenzeitlich die Zigarette mit dem sog. Schwerrauch (Rauch senkt sich) erfunden hat oder über Fähigkeiten verfügt, Naturgesetze aufzuheben, hat in Berns Wintergärten nichts zu suchen und sich geflissentlich von diesen Räumlichkeiten fernzuhalten.
 
Ebenso sind Wintergärten zu meiden, bei denen sich Aussenwände nicht entfernen lassen, weil sie an andere Wintergärten grenzen und über gemeinsame Aussen- bzw. Seitenwände verfügen.
 
Meuterisches Durchschlagen und Abbauen von Wänden und Dächern in Berner Wintergärten wird von Gerichten künftig sowohl als Sachbeschädigung als auch schwer kriminelle Tat interpretiert.
 

Berns Wintermärchen 2010

Geplant sind für das kommende Jahr bodenlose Wintergärten, damit sich verruchte Rückstände von Rauchern auch unten nicht ablagern können. Ebenso in Planung stehen bodenlose Gassen, Strassen und Autobahnen.
Und die Berner rufen fröhlich aus: «Das Bodenlose hat uns voll im Griff!»

Links

Aufgeregt über den Unsinn in Sachen Rauchverbot hat sich ebenfalls:
Und was ist mit dem Passiv-Grillieren? – Nein zur neuen Prohibition – Gegen Rauchverbote

Montag, 5. Oktober 2009

Aktion «Von Blogger zu Blogger»

Lupe – der Satire-Blog startet eine Aktion zum Wiederbeleben der Grundidee des WWW, der gegenseitigen Vernetzung. Solches «Back to the Roots» verlangt mehr Um- und Weitsicht und eine Form von Disziplin, von der ich hoffe, sie mir irgendwie aneignen zu können ;-)
Aktion «Von Blogger zu Blogger»

Zu den weiteren Informationen in Lupe – der Satire-Blog
Grafik und Design: www.falki-design.ch

Sonntag, 4. Oktober 2009

Polanski: Groteskes begleitet Verhaftung

Ich dachte in vergangenen Tagen oft an Roman Polanski, den genialen Filmregisseur und an Polanski, den Straftäter. Nachdem scheibchenweise Details und / oder Fakten aufgetischt werden, werfe auch ich mich ins Getümmel dieser hässlichen Geschichte.
Es scheint, als gäben etliche Leute beim Namen «Polanski» den Verstand ab, ohne zu signalisieren, diesen innerhalb nützlicher Frist wieder abzuholen.
Im Folgenden sind einige groteske Momente angebracht, ohne die zeitliche Abfolge genau zu beachten.
 
Nachtrag 05.10.09 – Gestern rausgeputzt, heute wieder eingebaut:
Mir geht es wie Lupe, der Satire-Blog: «Fall Polanski: Wenn Richter Gott spielen»

Verhaftung als Show VOR der Show

Roman Polanski
Die USA hätten übers Internet von Polanskis genauem Aufenthaltsort gewusst, und die Schweizer, die sonst gar nie wussten, wo er sich aufhielt, hätten erst genau zu diesem Zeitpunkt seiner habhaft werden können. So sollte es denn kommen: Verhaftung VOR dem Auftritt Polanskis am « Zürcher Filmfestival».
 
Wie eine Verhaftung ausgesehen hätte NACH Polanskis Auftritt, wage ich mir schon gar nicht vorzustellen. Die zuständigen Schweizer wohl auch nicht, vielleicht hatten sie Probleme damit, wohin sie den Preis Polanskis wegsperren sollten. Zudem ist dieser vom selben Staat mitfinanziert, der beauftragt war, Polanski zu verhaften – ein mehr als peinlicher Umstand.
 

Bundesrätinnen mit und ohne Fingerspitzengefühl

Bundesrätin Widmer-Schlumpf
Wohl war die Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf (Justiz- und Polizeidepartement) informiert über die Tatsache der Verhaftung keinesfalls aber Bundesrätin Calmy-Rey (Departement für auswärtige Angelegenheiten). Der Informationsfluss sei deshalb unterbrochen worden, weil die Sache überaus wichtig und geheim (gewesen) sei.
 
Bundesrätin Calmy-Rey
Das ist also die Kollegialität zwischen Schweizer Bundesrätinnen: Die eine wird als vollwertig akzeptiert, die andere zur Plaudertante degradiert.
Nun liegen sich die Damen in den Haaren in Sachen «Fingerspitzengefühl». Keiner weiss, wo das endet, aber es darf zugeguckt werden.
 

Christoph Blocher hätte vorinformiert

Christoph Blocher
Christoph Blocher, im Amt als Bundesrat, hätte Roman Polanski vorgewarnt, weil sich das so gehöre und dem Täter so die Freiheit, einzureisen oder nicht, geblieben wäre. Ferner bestehe eine «halbe Schirmherrschaft vom Bund» für dieses Filmfestival, und der Preis sei folglich vom Staat mitfinanziert.
Der Staat könne nicht jemanden einladen, um ihn zu verhaften.
 
Es gilt zu bedenken, dass der Bund, wie im Jahr 2007 beschlossen, das Zürcher Filmfestival mit jährlich 50'000 Franken unterstützt.
Das ist starker Tobak: Die Schweizer Steuerzahler, nun alle winzige «Verräter», liessen Polanski still anlocken, einreisen und verhaften, was nun weniger stille Folgen hat.
 

Whoopi Goldbergs rape-rape-Gefasel auf ABC

Whoopi Goldberg
Whoopi Goldberg setzte sich mit Händen, Locken und Füssen ein und plädierte auf dem US-Sender «ABC» dafür, es handele bei der Tat Polanskis bloss um Unzucht mit einer Minderjährigen (statutory rape).
Eine Vergewaltigung unter Anwendung von Gewalt (forcible rape, rape-rape) hätte Polanski nicht begangen.
 
Der Stern vom 01.10.09 übersetzt das putzig mit:

«… Ich weiß, es war keine Vergewaltigung-Vergewaltigung …»

Der Täter füllte sein Opfer mit Alkohol und Drogen ab und agierte, bis es sich aus Angst nicht mehr wehrte. Das ist Vergewaltigung (forcible rape, rape-rape) einer Minderjährigen!
In Europa erlaubt nur Spanien Sex mit 13-Jährigen. Ob Whoopi Goldberg demnächst die «gewaltfreie Vergewaltigung» einführen möchte, entzieht sich meiner Kenntnis.
 

Ex-Staatsanwalt David Wells – der Lügner

David Wells
Im Dokufilm «Roman Polanski: Wanted and Desired» sagt Wells, damals Staatsanwalt, er hätte dem Richter seinerzeit angeraten, den Deal mit dem Verteidiger nicht einzuhalten, um Polanski für eine massivere Tat zu verurteilen, die ihn auf jeden Fall ins Gefängnis gebracht hätte.
David Wells sagt heute, er hätte im Film gelogen, ein Gespräch mit dem Richter hätte nie stattgefunden. Was wird Wells morgen sagen? Und was davon wird gelogen sein?
 

Ethikfreier Hauskauf - wenn bloss die Kasse stimmt

Polanskis Haus
Das gleiche Bundesamt, das für die Verhaftung Polanskis zuständig war, gewährte diesem im Jahr 2006, in der Schweiz eine Eigentumswohnung zu kaufen, so die Zürcher Zeitung vom 04.10.09.

«… Zu diesem Zeitpunkt war Polanski seit rund einem halben Jahr international zur Verhaftung ausgeschrieben. Das Bundesamt für Justiz unterstand damals noch SVP-Bundesrat Christoph Blocher. …»

Ich unterstelle, die betreffenden Leute, den damaligen Bundesrat Christoph Blocher eingeschlossen, interessierten weder für Film-Kultur noch für Polanski – Hauptsache, sie konnten ein Geschäft mit einem Promi tätigen. Prickelnd wurde für sie dieser brillante Filmregisseur erst durch die Taten seiner Vergangenheit. Nun schreien nach neuen Gesetzen.
 

Die Überraschten: Wir haben es nicht gewusst

Wer über die Jahre hin zwischendurch mal eine Zeitung las oder sich in den Medien online informierte, wusste über die Straftat Polanskis ohnehin seit Jahren. Die ganze Entrüstung und das riesige Überraschungsmoment als Basis zu hoch depressiver Haltung gegenüber der Verhaftung erscheinen reichlich übertrieben.
  24.09.09   5. Zurich Film Festival eröffnet

«... Auf dem Programm steht der Auftakt zur 5. Ausgabe, die bis am 3. Oktober über 60 Premieren bieten und Weltstars wie Roman Polanski, Morgan Freeman ...»

  20.09.09   Trotz Krise im Aufwind Entdeckungen und Rosinen

«... Stars wie die Jurypräsidentin Debra Winger, der epochale Ehrengast Roman Polanski (27. 9.) und das Schauspieler-Schwergewicht Morgan Freeman (3. 10.) garantieren mediale Aufmerksamkeit ...»

  20.09.09   Roman Polanski Fokus: Klassiker

«... Letztes Jahr zeigte das Zürcher Filmfestival die Dokumentation «Roman Polanski: Wanted and Desired», die den Prozess gegen den Regiestar wegen Kindsmissbrauchs 1977 noch einmal aufrollte ...»

  20.09.09   Im Schatten des Unheils

«... schliesslich selbst Täter in einem Fall von Kindsmissbrauch, dessen Strafverfolgung er sich durch die Flucht aus Hollywood entzieht und der ihm eine Rückkehr bis heute verunmöglicht ...»

  11.09.09   Der Duft der grossen weiten Kinowelt

«... Das Zurich Film Festival geht in zwei Wochen in seine fünfte Runde, mit einem Staraufgebot von Roman Polanski über ...»

  29.04.09   Vom grossen Hollywood-Film bis zum extravaganten Arthouse-Kino

«... Freuen Sie sich auf das 5. Zurich Film Festival vom 24. September bis 4. Oktober 2009 ...»
«... In der Filmreihe "A Tribute to..." nimmt Oscar-Preisträger Roman Polanski das "Goldene Auge" für sein Regie-Lebenswerk persönlich entgegen ...»

  18.02.09   Verfahren gegen Polanski wird nicht eingestellt

«... Ein kalifornischer Richter lehnte es bei einer Anhörung am Dienstag ab, das Verfahren wegen Missbrauchs einer 13-Jährigen einzustellen ...»

  03.02.09   Juristische Niederlage für Polanski in Missbrauchsverfahren

«... Eine Berufungsinstanz wies den Befangenheitsantrag gegen die Richter in dem Missbrauchsverfahren gegen Polanski ab. Mit der am Montag bekanntgegebenen Entscheidung kann das Verfahren wieder aufgenommen werden ...»

  21.01.09   Anhörung im Polanski-Verfahren verzögert sich

«... Oscar-Preisträger Roman Polanski, dem wegen Sex mit einer Minderjährigen vor mehr als 30 Jahren in den USA eine Haftstrafe droht, hat vor Gericht einen Teilsieg errungen. Eine für Mittwoch kurzfristig angesetzte Anhörung wurde kurzfristig ausgesetzt. ...»

  29.12.08   Prominente lassen Korken in der Schweiz knallen

«... In vergangenen Jahren rutschten in Gstaad Schauspieler wie Liz Taylor, Jack Nicholson und Julie Andrews ins neue Jahr. Regisseur Roman Polanski war da, ebenso Ex-Playboy Gunter Sachs und natürlich Frankreichs ...»

  04.12.08   Polanski und die US-Justiz

«... Bei der Einreise in die USA droht ihm derzeit eine langjährige Haftstrafe ...»

  03.12.08   Regisseur Polanski will Ruhe vor der US-Justiz

«... Der amerikanische Regisseur Roman Polanski hat die Einstellung eines 30 Jahre alten Verfahrens wegen eines ihm zur Last gelegten Sexualdelikts beantragt ...»

Samstag, 3. Oktober 2009

Ex - Kanzlerkandidat der HSP soll sterben!

Hape Kerkeling, kreatives Väterchen von Horst Schlämmer, will sein Kind sterben lassen - vielleicht. Ein von langer Hand geplanter heimtückischer Mord? Auf jeden Fall ein Fall, der den Erdball verblüffen und in tiefe Trauer stürzen wird.

Mit einer Killerstory erster Güteklasse wartet heute nebst anderen Medien der Spiegel auf : Kerkeling will Horst Schlämmer den Garaus machen
Hape Kerkeling wolle nicht länger Horst Schlämmer sein. Vielleicht komme er (HS) gar nicht mehr zurück, vielleicht lasse er ihn wirklich jetzt sterben, hätte Kerkeling dem SPIEGEL gesagt.
 
A propos sterben lassen: Das ist in der Tat keine Sterbehilfe - weder aktive noch passive! Mord ist das! Der Mörder weilt unter uns, und das Schlimmste: Er befindet sich in extremer Nähe zu Horst Schlämmer!
 
 
Bereits leicht abgehoben

Blickt hier Horst Schlämmer, bereits leicht abgehoben, in Richtung seines Mörders?

Ein Sportunfall?

Soll er aufgrund eines Sportunfalls sterben?

 
Ohrensausen oder Loch im Kopf?

Leidet er unter dem finalen Ohrensausen oder versucht er mit letzter Kraft ein Loch im Kopf zu schliessen?

Letzter Augenblick?

Einer der letzten Augenblicke während der letzten Auseinandersetzung mit seinem Mörder.

 

 
Neben sich oder erhängt?

Sein letzter Schwur!
Das Opfer, Horst Schlämmer, steht bereits neben sich.
Wird sein Mörder ihn erhängen?

 

 
Letzte Beschwörung

Noch macht das Opfer Faxen, würde sogar ein Tänzchen wagen, um seinen Mörder zu beschwören, ihm das Leben nicht zu nehmen …

Bombe?

… als dieser ihn unvermittelt ein eiförmiges Objekt in die Hand drückt.
Ist da eine Bombe drin?
Soll Horst Schlämmer in die Luft gesprengt werden?

 
Hungertod?

Will ihn der Mörder aushungern lassen, bis das Opfer bloss noch ein Schatten seiner selbst ist, und ihn schliesslich der Hungertod dahinrafft?

Gebrochenes Herz?

Wird Horst Schlämmer durch all das derart gequält, bis ihn der Blues mit voller Härte trifft und er an gebrochenem Herzen stirbt?