Samstag, 2. April 2011

Ausklang


 

Die letzten Töne des letzten Gongschlags sind verklungen.
«WEB.QUANTENSPRUNG» hat heute seine Tore geschlossen.

Tschüss  Ciao  Bye-bye


 

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Freitag, 1. April 2011

Eisbär Knut: Die Todesursache

Das vorläufige Ergebnis der Sektion: «… Knut war in Folge einer massiven Gehirnentzündung tödlich erkrankt …» Das Ertrinken im Becken seines Geheges beschleunigte wohl seinen Tod während der finalen Muskelkrämpfe. Für die Zuschauer mag das schrecklich gewesen sein, für den Eisbären bedeutete es Verkürzung des Todeskampfes. Dazu sahen jene Menschen einen kleinen Ausschnitt «Natur», wie er sich täglich tausendfach ereignet.
Knuts Tod unter Waser

Fotocollage: Knut tot im Becken eines Eismeeres

Zwei starke Kerle, beide überraschend im Licht der Öffentlichkeit, beide überraschend gestorben. Ich habe sie beide gemocht.
Ziehvater Tom Dörflein mit Knut

Fotocollage: Ziehvater Thomas Dörflein mit Eisbär Knut


 
Veterinärmediziner Marcus Clauss (Uni Zürich) meint auf die Frage, warum Knuts Krankheit den Menschen so lange verborgen geblieben sei:

«Tiere zeigen häufig über längere Zeit keine Krankheitsanzeichen. Sie markieren Stärke, um sich gegenüber anderen Raubtieren nicht angreifbar zu machen. Selbst wenn Knut über längere Zeit Schmerzen gehabt hätte, wäre das für die Pfleger und Ärzte nicht unbedingt erkennbar gewesen. Vermutlich war es der erste sichtbare Anfall, der dann zu seinem Tod führte.»

Eisbären-Baby Knut

Ciao


 

Mittwoch, 23. März 2011

zu Guttenberg: Allzeit bereit, für die Union Gutes zu tun

Der Rücktritt Karl-Theodor zu Guttenbergs vom 03.03.2011 als Bundesverteidigungsminister war zwar über Tage hin ersehnt worden, als er hingegen eintrat, bedeutete das mehr als einen ernsten Störfall im Getriebe der Union.
 
Um für das Superwahljahr 2011 zu retten, was noch zu retten ist, schaltet er sich aus purer Nächstenliebe und Verantwortungsgefühl multimedial in die grosse Weltgeschichte der Union ein, und legt sich dabei samt Familie mächtig ins Zeug. Die folgenden Daten sind natürlich zufällig oder echt zwingend entstanden und vollkommen plagiatfrei:
19.03.2011Niederlegung des Mandats des Bezirksvorsitzenden der CSU in Oberfranken
20.03.2011Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2011
21.03.2011Stephanie zu Guttenberg hält Referat als
Präsidentin von «Innocence in Danger»
22.03.2011Karl-Theodor zu Guttenberg dankt mit Video seinen Freunden auf FaceBook
Gespannt fragen sich die Bürger heute, was die kommenden Tage vor Landtagswahl Baden-Württemberg seitens der zu Guttenbergs im Dienste der Union noch bringen werden.
 
  • Rettet der Karli einen von der Union entführten Welpen heldenhaft aus tiefster Not?
  • Erweckt er den Eisbären Knut zu neuem Leben?
  • Funktioniert er in einer Blitzaktion die Gorch Fock zum Luxus-Segelschiff «Queen Stephanie» um?
  • Jagt er mit einer selbst restaurierten MiG-29 eigenen Rechts nach Tripolis, wo es ihm gelingt, Muammar al-Gaddafi zu einem mehrjährigen Urlaub auf der Gorch Fock zu überreden?
  • Ernennt er sich zum Kapitän der Gorch Fock, um künftig wöchentlich eine Homestory über seine «Seereisen mit Gaddafi» zu verbreiten?
  • Setzt er sich auf ein kaputtes Ventil in Philippsburg II und rettet damit Deutschland, Europa und die ganze Welt – vor allem aber die Union?
  • Liefert er eine Homestory mit Gattin Stefanie zum Thema «Nudeln kochen, ohne zu kopieren. - Wir bereiten alles selber zu» ?
  • Kommt's zu einer Bücherverbrennung des Titels «Verfassung und Verfassungsvertrag …» unter dem Motto: Ein bisschen Wärme braucht jeder ?

 

Karli zu Guttenbergs Beliebtheit «gestern und heute»

FaceBook Thema13.03.1123.03.11
Wir wollen Guttenberg zurück589'426588'944
Gegen die Jagd auf Karl-Theodor zu Guttenberg410'663406'655
Karl-Theodor zu Guttenberg - Kanzlerkandidat 20135'2355'338
Karl-Theodor zu Guttenberg soll deutscher Bundeskanzler werden!2'6242'648
Pro «Dr.» Karl-Theodor zu Guttenberg2'0812'088
Pro Guttenberg! Wer hat noch nie geschummelt?1'6731'674
Karl-Theodor zu Guttenberg – PolitikerIn231'755250'486

 

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Montag, 21. März 2011

Jörg Kachelmann: Blümchen zupfen für ein Null-Ergebnis

Vor 366 Tagen wurde Jörg Kachelmann wegen schwerer Vergewaltigung festgenommen, vor 235 Tagen wurde er nach 132 Tagen aus der Haft entlassen, vor 196 Tagen begann am Mannheimer Landgericht das Verfahren gegen ihn, und gestern hat man nicht nur den Jahrestag seiner Inhaftierung, sondern auch nach mehr als dreissig Prozesstagen jenen des Mannheimer Null-Ergebnisses begangen, gefeiert, zelebriert oder was auch immer ein derart mieses Resultat an ungebührlichem Aktionismus hervorbringen mag.

Mit Inbrunst und Akribie trugen die Mannheimer Daten zusammen, durchforsteten Festplatten, Chips und die Gehirne der Hauptfiguren, liessen Geliebte, Ex-Geliebte, Eventual- und Möchtegerngeliebte auffahren, engagierten hoch kompetente Spezialisten, qualifizierten den einen oder andern vor seinem Auftritt bereits ab, sicherten ihren löchrigen Panzerschrank, und schienen sich an ihren Diskussionen über Sex, Sekrete, Tröpfchen und Flecken, Möglichkeiten oder Unmöglichkeiten erschöpfend zu ereifern.
 
Und mit jedem längeren Atemzug zupften die Richter, der jesusähnliche Staatsanwalt, Schöffen, Gerichtsschreiber und das Ersatzpersonal je einem Blümchen ein Blütenblättchen raus, um leise seufzend zu raunen: «Er war's.» oder «Er war's nicht.» Wenn später die «kleine Urteilsliste» herumgereicht wurde, zählte jeder die dahinwelkenden Blütenblättchen, und kreuzte darauf sein vorläufiges Ergebnis an.
Blümchen zupfen
Viel später zogen sich der vorsitzende Richter und der Staatsanwalt jeweils dezent zurück, um die letzten Erkenntnisse dieser kleinen Liste durch das Würfelspiel zu festigen. So wurde aus jedem Prozessmorgen bis zu seinem Abend ein neuer Tag, und die Mannheimer zogen unentwegt neuen Abenteuern entgegen, um ihren Erzfeind, den Kachelmann, endlich zur Strecke zu bringen.
 
Nein, Untätigkeit kann man dem Mannheimer Gericht nicht vorwerfen. Man scheute sich selbst nicht vor einer Expedition in die Schweiz, um auch dem letzten Bit des letzten Clusters eines Mobiltelefons gerecht zu werden. – Und dies alles brachten sie fertig in der Hoffnung, dem Jörg Kachelmann anhand einer an der Tat gar nicht Beteiligten wenigstens noch auf den letzten Drücker etwas Grauenhaftes vorwerfen zu können.
 
Nicht einmal die beiden ausdrücklich auf Kachelmann zugeschnittenen Spezialsyndrome erhärteten ich, obwohl man grosse Hoffnung in sie gesetzt hatte, um aus einem unbescholtenen Mann endlich jenen Täter zu herauszubilden, der zu den fantasiereichen Verausgabungen der klagenden Claudia Simone Dinkel aus Schwetzingen so wunderbar gepasst hätte:
 
Das Werwolf-Syndrom, bei dem der Täter ohne Anlass, unverhofft und plötzlich böse geguckt, böse geredet und böse Dinge getan haben sollte, verflüchtigte sich ins Nichts, und mit ihm verflogen auch alle kleineren oder grösseren Persönlichkeitsstörungen, derer sich die Mannheimer so gerne bedient hätten.
 
Grosses Unglück brachte auch die Absenz des Shiva-Syndroms über die standhaften Richter und den halsstarrigen Staatsanwalt: Kachelmann besass einfach die Vielarmigkeit nicht, um sein angebliches Opfer gleichzeitig zu würgen, mit einem Messer zu bedrohen, des mutmasslichen Opfers Schenkel auseinander boxen, ihm ein Tampon aus einem persönlichkeitsrechtlich geschützten Örtchen herausziehen und sich dabei ordentlich abzustützen, um diese ausserordentliche Vergewaltigung zu begehen – und natürlich auch heil zu überstehen, denn er musste danach ja noch nach Kanada verreisen.
 
Dabei hatte das Mannheimer Gericht alles so fabelhaft arrangiert: Die Öffentlichkeit wurde grossenteils ausgesperrt, damit wenigstens diese Kontrolle wegfiel und sich die Boulevardmedien noch ungehemmter über den Angeklagten hermachen und sich schier schrankenlos an dessen angeblichem Lotterleben ereifern, ergeifern und bereichern konnten.
 
Der gerechten Sache dienend, sorgte das Gericht stets für ganz winzige Lecks in seinen Sicherheitsvorrichtungen, damit ganz winzige Akten über die Gerichtsverhandlungen verschwinden durften, um später als «Verbotene Mitteilungen über Gerichtsverhandlungen» in den Medien zu erscheinen und der breiten Öffentlichkeit jenes Prickeln zu bereiten, das ihr während der Verhandlungen verwehrt geblieben war.
 
Trotz alledem hatte es der vielbeschäftigte Richter Seidling sehr schwer, als man ihm Befangenheit vorwarf und er über die Familie des angeblichen Opfers sagen musste: «Ich kenne die Familie nicht. Es gibt keine Nähe zwischen uns.», obwohl er im selben Ort wie die Dinkels wohnt. Ob er gemeint war, als die Claudia Dinkel mit dem Buch-vor-dem-Kopf namens «Der Soziopath von nebenan» vor dem Gerichtsgebäude ihre Show abzog? Wir wissen es nicht.
 
Wir wissen überhaupt nicht viel, jedenfalls nichts, was das Kerngeschehen der angeblichen Tat betrifft, so es denn überhaupt je eine solche gegeben hat. Aber vielleicht ist der Kern der Geschichte ja der, dass, weil es nie eine Tat gab, das Mannheimer Null-Ergebnis nach 196 Tagen eine der zwingenden logischen Folgen dieses monströsen und menschenverachtenden Leerlaufs ist.
 
196 Tage arbeiten und nichts zustande bringen bedeutete für ein Gericht schon einen Riesenfrust. Aus diesem Grund und um die Show weiterlaufen zulassen, hat man sich wohl auf die willfährigen Gespielinnen konzentriert. Das ist wahrer Mannheimer Fleiss, und mit etwas Porno machen solche Arbeitspensen einfach noch viel mehr Spass. Doch nicht immer hat der Volksmund recht, wenn er sagt: «Wer sucht, der findet.»
 
Und bloss keine Bedenken! Ich werde trotz des enormen hoch richterlichen Blümchen-Verschleisses an der Bismarckstrasse keinen Blumenladen eröffnen.
 

Samstag, 19. März 2011

Magnus Gäfgen: Folter auf Anfrage

Das Trauma und die posttraumatische Belastungsstörung haben Saison. Das hat nicht nur die Hauptbelastungszeugin gegen Jörg Kachelmann im Fall Claudia Dinkel (Schwetzingen / Mannheim) begriffen, sondern nun auch Magnus Gäfgen, Kindsmörder, Wehleider und ewig Klagender. Was der Einen angebliche Vergewaltigung, ist dem Andern Folter, begangen durch Polizisten, die versuchten, das Leben eines Kindes zu retten.

Die Krux in beiden Fällen ist eine doppelte:
  • Trotz angeblich grundlegenden Untersuchungen bleibt unklar, ob traumatisierte Menschen sich an vieles niemals erinnern können, oder ob sich alle – auch kleinste – Details einprägen, als sei ihnen der vollständige Ablauf der sie schädigenden Tat ins Gedächtnis gehämmert worden.
  • Bei beiden sog. Traumatisierten weiss keiner, wann die Traumatisierung begonnen haben sollte, ob die Jammernden nicht schon vor der angeblichen Tat unter grösseren Schäden an ihrer Persönlichkeit gelitten haben.
Ein Gesicht – Drei Kindsmörder

Ein Gesicht – Drei Kindsmörder


 
Dass man mit diesen «posttraumatischen Erinnerungslücken» jederzeit wirkungsvoll spielen kann, ist auch dem hinterhältigen Mörder Gäfgen nicht entgangen, und so spannt er den Rechtsanwalt Dr. iur. Michael Heuchemer ein, um für jeden Eventual-Mückenschiss Schmerzensgeld und Schadenersatz vom Land Hessen zu fordern.
 
Im Spitzen-Wein liebenden und Rolls-Royce fahrenden Anwalt scheint der Kindsmörder immerhin einen standesgemässen Rechtsvertreter gefunden zu haben. Dazu schreibt der Spiegel vom 01.12.2008 unter «Der Fall mit dem F-Wort»:

«Gäfgen selbst kommt aus "einfachen Verhältnissen", ist aber in ein Milieu geraten, wo man Geld haben muss, wenn man mithalten will. Gäfgen hat keines, dafür aber eine 16-jährige Freundin, die er mit teuren Geschenken beeindrucken will. Kaum hat er das Lösegeld in einem Versteck "abgehoben", fährt er mit ihr zum Shoppen, bestellt einen Mercedes SLK und bucht eine Reise auf die Kanaren.
 
Zu diesem Zeitpunkt ist Jakob von Metzler bereits tot, erwürgt von Magnus Gäfgen …»

Welch ein Duo – Welch ein Trauerspiel – Welch eine Tragödie.
 
 
Henryk M. Broder in der Welt vom 19.03.2011 unter «Das tote Kind und ein "traumatisierter" Mörder» über den beruflichen Werdegang des Mörders im Gefängnis:

«… Magnus Gäfgen lebt. Er war zur Tatzeit 27 Jahre alt, heute ist er 35, ein großer, schlanker Mann mit dem Gesicht eines Kindes. Zur Tatzeit hat er Jura studiert und später das Erste Staatsexamen im Gefängnis abgelegt. Da er nicht rausdurfte, kam die Prüfungskommission zu ihm in die Justizvollzugsanstalt Weiterstadt in Hessen.
 
„Wenn er in Freiheit wäre“, sagt Gäfgens Anwalt Michael Heuchemer aus Bendorf bei Koblenz, „könnte er auch das Zweite Staatsexamen machen.“ Aber Magnus Gäfgen ist nicht in Freiheit, sondern sitzt seine Strafe in der Justizvollzugsanstalt Schwalmstadt ab. Das ist sicher nicht angenehm, aber besser als tot zu sein ist es allemal.»

Mich schaudert vor der Vorstellung, es gäbe in einigen Jahrzehnten in der Tat einen Rechtsanwalt namens Magnus Gäfgen, und es wäre zu hoffen, dass jene Staaten, die die Europäische Menschenrechtskonvention in ihr Rechtssystem eingebaut haben, nicht nur das Verbot der Folter befolgen, sondern auch massivste Rechtsbrecher mit einem eindeutigen lebenslangen Berufsverbot belegen.
 

Art.  3 – Europäische Menschenrechtskonvention – Verbot der Folter

Niemand darf der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.

Zwischen einem Kindsmörder und einem Rechtsanwalt liegen Welten!
Dazu erwähne ich als Nicht-Jurist bloss den Artikel 70 StGB (Anordnung des Berufsverbots), der wahrscheinlich nicht sehr passend ist.
 
Sollte der Kindsmörder weiterhin so lernbegierig sein, möge er sich doch zusammen mit seinem Anwalt aufmachen, um zu lernen, was Folter ist. Das Lager Guantánamo böte für «Folter auf Anfrage» sicherlich gute Gelegenheiten. Damit könnten die beiden sich als Abfallprodukt gleich auch noch jene Geltung verschaffen, die sie offenbar in Deutschland so sehr vermissen.
 
Würde der Herr Rechtsanwalt von den Castro-Brüdern zu einem Gläschen Wein eingeladen und dürfte mit dem Rolls-Royce in Havanna vorfahren, wäre das Glück sicherlich perfekt, sofern ein Schlagloch der Karosse samt ihrem Fahrer auf der langen Fahrt nicht den Garaus machte.
 

Sonntag, 13. März 2011

zu Guttenberg: Penible Rückholaktionen

Seit Wochen toben sie: die Medien, die Politiker und die Gutti-Fans. Dies nicht etwa aus Enttäuschung, sondern weil sie IHN, den zu Guttenberg, «… diese Riesen-Luftnummer, diesen Windbeutel, dieses grosse Nichts mit Gel obendrauf, diesen Graf Niete …» (Zitate Hassknechts auf dem Video unten)
 
Immerhin, etwas «Gutes» bewirkte der lange Abgang zu Guttenberg doch:
Politiker, vollkommen überfordert mit dem Verlust ihres Helden, zeigten – und zeigen noch – unverblümt, wie sie das Volk über die Medien (FaceBook & Co. inklusive) manipulieren. All die Rückhol-Plärrer und –Plärrerinnen frönen mit ihrem Wehmutsgeheule ganz nebenbei heftig dem Wahlkampf und scheinen in der Tat zu meinen, sie könnten das Vertrauen in sie zurückgewinnen, vergrössern oder was auch immer.
 
So zitiert die Bild am 11.03.2011 unter dem Titel «Guttenberg wird immer beliebter» die Merkel:

«… Karl-Theodor zu Guttenberg hat die Tür aufgestoßen zu der größten Reform in der Geschichte der Bundeswehr. Allein für diese Leistung verdient er alle Hochachtung, daran wird man sich lange erinnern. Ich würde mich freuen, wenn er eines Tages in die Politik zurückkommt, aber jetzt braucht er eine Phase, in der er den nötigen Abstand zu den Geschehnissen findet …»


 
Selbst die ARD entblödet sich nicht, per Teletext den Ex-Politiker in den Resultaten ihrer Umfrage mit «Stand vom 10.03.2011» noch heute anzuführen. Dabei ist zu Guttenberg seit dem 03.03.2011 nicht mehr Bundesminister der Verteidigung. Aber offenbar will man auch hier das politische Leben des Plagiators um alles in der Welt verlängern, um der Union ins Täschchen zu arbeiten.
Man reisse dem Ungetüm endlich die Schläuche raus!
ARD-Umfrage-Resultate vom 10.03.2011

Datenquelle: ARD-Text 13.03.2011
Die ARD-Text-Seite wird bis zur nächsten Umfrage einige Tage / Wochen bleiben

Und nun noch die Entschuldigung zu Guttenbergs bei Wissenschaftlern.
Der Spiegel zitiert unter «Guttenberg entschuldigt sich bei Plagiatsopfern»

«"Beim Verfassen meiner Dissertation habe ich Ihren Text […] genutzt und daraus Teile wörtlich übernommen, ohne Ihre Autorenschaft in wissenschaftlich redlicher Weise zu kennzeichnen", schreibt er. "Ich möchte mich hierfür aufrichtig bei Ihnen entschuldigen." Gezeichnet: "Ihr sehr ergebener KT Guttenberg"»

Nicht nur, dass dieses Schreiben spät kommt, zumindest für mich bedeutet der Wisch einen Nonvaleur. zu Guttenberg hat seine Glaubwürdigkeit verspielt, Game Over, wer's glaubt, zahlt einen Taler und Tschüss.
 
Herr Plagiator hat es wohl darauf abgesehen, Schönwetter-Sätzlein für das eventuell kommende Gerichtsverfahren zu konstruieren, tätige Reue zu zeigen, um eine schliessliche Strafe abzumildern (StGB ab § 314a)
 
Tröpfeln nun täglich weitere Schreiben bei den Medien ein, darf sich die Öffentlichkeit über die stetige Medienpräsenz dieses unsäglichen Freiherrn ärgern, und die Rückruf-Plärrer finden stets aktuelle Anknüpfungspunkte, um erneute Heulkrämpfe in die Welt zu posaunen.

Und wie heisst das Ganze?
Genau! – Superwahljahr!


Die Gutti-Fans agieren ganz im Sinn der Union

Selbstredend. Ausgewählte Themen aus FaceBook. Die Zahlen stammen von heute. Der Mutti mag die Sache mit dem Gutti hier gefallen, doch beide möchte man sich gerne ersparen.
Wir wollen Guttenberg zurück589'426
Gegen die Jagd auf Karl-Theodor zu Guttenberg410'663
Karl-Theodor zu Guttenberg - Kanzlerkandidat 20135'235
Karl-Theodor zu Guttenberg soll deutscher Bundeskanzler werden!2'624
Pro «Dr.» Karl-Theodor zu Guttenberg2'081
Gegen die «Gegen die Jagd auf Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg»2'054
Pro Guttenberg! Wer hat noch nie geschummelt?1'673
Karl-Theodor zu Guttenberg – PolitikerIn231.755
Die «Chefin» persönlich

 

Ausdrücklich nicht penibel


 

Samstag, 12. März 2011

Entweder Broder – Die Deutschland-Safari: FaceBook-Anfrage

Es ist hoch erfreulich, dass Henryk.Hamed.Wilmas «Deutschland-Safari» einen Nachhall erhält, der auch verstanden werden kann als Hinweis auf ein künftiges ähnliches Projekt. Das verspräche einen erneuten Hochgenuss gebannten Guckens in die Röhre, war doch «Entweder Broder 2010» voll gelungen.
(Meine Stellungnahme ganz unten)

Anfrage in FaceBook:

Entweder Broder - Die Deutschlandsafari
Liebe Freunde; aus aktuellem Anlass haben wir eine Bitte an euch:
In EwB Folge Fünf gab es einen Besuch beim grandiosen katholischen Prälat Dr. Wilhelm Imkamp. Er segnete auch unseren Kurt. Wenn euch das und besonders Prälat Imkamp gefallen haben, schickt uns bitte eine kurze Mail mit Begründung und Feedback zu Aktion … & Gesprächspartner. Das wäre superb!!!
Adi:  Preview Production GbR  |  Mail:  s.bueker (at) previewproduction.com

Folge 5: «Fromm oder Frei»

Alle 5 Folgen auf Youtube von @wahrheitsgehalt

  1. Von Adolf bis Allah – Teil 1
    Von Adolf bis Allah – Teil 2
  2. Von Allah bis Osama – Teil 1
    Von Allah bis Osama – Teil 2
  3. Krieg und Frieden – Teil 1
    Krieg und Frieden – Teil 2
  4. Frieden oder Freiheit – Teil 1
    Frieden oder Freiheit – Teil 2
  5. Fromm oder Frei

 

Ausgewählte Zitate Imkamps aus dem Video Teil 5

1 « …
Wissen Sie, warum wir die heilige Franziska Romana angerufen haben?
Sie ist die offizielle Patronin der Kraftfahrzeuge. Eine Frau ist die Patronin aller Autofahrer. In andern Ländern gibt es Schwierigkeiten, Frauen ans Steuer zu lassen, und wir Katholiken haben eine Frau als Schutzpatron der Autofahrer.
Das ist doch was. – Unser Beitrag zum interreligiösen Dialog.
2 Es (das Segnen Kurts) ist auch ein Beitrag zur Verkehrssicherheit, solange die höhere (?) Versicherung bei Ihnen (Broder) nützt. Es ist kein automatisches Bremssystem.
3 Und die Segnung: Ein Dekolleté entspricht zwar Gottes Schöpfung, aber es ist damit nicht unbedingt gesegnet.
4 Schostakowitsch hat im Jahre 1954 – da fand der 37. Parteitage der kommunistischen Partei in Russland statt, und die offizielle Eingangs- und Eröffnungsmusik hat Schostakowitsch komponiert.
Und wissen Sie was?
Heute um zwölf Uhr wird diese Musik wieder gespielt, die auf diesem stalinistischen Parteitag gehalten wurde.
Wissen Sie, wo die gespielt wird?
Bei der Feier zum Tag der Deutschen Einheit.
In weiten Kreisen bedeutet die Wiedervereinigung die Trabantisierung der deutschen Kultur.
Leisten Sie sich alles, nur leisten Sie sich im Kopf keinen Trabi!
Ihr IQ hat mehr PS – als ein Trabi.
Hoffentlich gilt das auch für die politische Klasse!
Gott helfe uns. Amen.
5 Broder:   Gibt es neben der political correctness auch so etwas wie eine clerical correctness?
Imkamp:   Worauf Sie einen nehmen können. Eh Ja. Die clerical correctness ist eine ganz gefährliche Geschichte. Sie ist noch gefährlicher als die political correctness, was auch für viele Kommunikationsschwierigkeiten innerhalb der Kirche verantwortlich ist. Man darf bestimmte Probleme nicht beim Namen nennen …
6 Der Katholizismus ist die einzige Religion, die den Menschen in seiner Zwiespältigkeit und in seiner Natur völlig ernst nimmt.
Sie ist die einzige Religion, die Antwort auf alle Fragen bietet.
Und sie ist die einzige Religion, die einen von Schuld befreit im Sakrament der Beichte.
Wenn das nicht reicht …
7 Die katholische Kirche ist in dem Moment verloren, wo sie sich dem Zeitgeist so anpasst, dass sie nicht mehr unterscheidbar ist.
Zeitgeist-Vermähler sind serielle Polygamisten.
Bei einer Predigt, bei einer Verkündigung muss man nachher zumindest wissen, wo man gegen sein soll.
… »
Aus dem Rauchersalon des Präfekten

Prälat Wilhelm Imkamp rüstet sich
Bildmaterial: Screenshot Entweder Broder – Die Deutschland-Safari, Folge 5


 

Ungeordnete Stellungnahme

Man müsste offenbar Christ und Katholik sein, um sich mit dem Wasserspritzen auf und in Autos (Segnung) anzufreunden und sie nicht als barbarisches Ritual einer entgleisten Kirche zu empfinden. Penibel sind solche Gepflogenheiten auch, da Altvolvo Kurt weder ein Gemüsebeet noch eine gläubige Karosse ist.
 
Grosse Verwunderung zu den historischen Ausführungen in Zitatblock 4:
Es gibt gar keinen 37. Parteitag der KpdSU, und 1954 gab es überhaupt keinen. Für Insider mag das anders gewesen sein. Die russischen Kommunisten kamen, bevor ihre Partei 1991 aufgelöst wurde, bloss bis zum 28. Glücklicherweise gab es aber 1917 die Oktoberrevolution. Addiert man fleissig Jahreszahlen und lässt alles durch den Mixer laufen, kommt man tatsächlich auf den 37. Jahrestag der russischen Oktoberrevolution.
 
Selbst wenn einige Formulierungen des Prälaten Imkamp aufgesetzt wirken, könnte er durchaus das Zeug haben, sich als «Partner» Broders auf eine Safari 2011 zubegeben. Pfiffig könnte eine solche Variante werden als Begleitsendung zum geplanten Papstbesuch voraussichtlich für den 22. bis 25. September in Deutschland.
 
Fehlte Hamed Abdel-Samad dabei gänzlich, weil er durch die Arbeit am Aufbau des neuen Regierungssystems in Ägypten absorbiert ist, bedeutete das einen grossen Verlust, selbst wenn Hamed das Tretroller-Fahren überhaupt nicht beherrscht und nervös abstösst, während Broder in hoher Eleganz dahingleitet – wie Teil 1 aus Folge 4 beweist.
 
Ich hatte mir für die Folgen 2011 ohnehin vorgestellt, das Ganze fände eingedenk der CO2-Reduzierung fast ausschliesslich auf Tretrollern oder Fahrrädern (Tandem mit Anhänger für Wilma) statt. Ob Wilhelm Imkamp an einer solchen Fortbewegungsart nicht zugrunde ginge, müsste erst ausgetestet werden. So könnte sich der Prälat trotz des Vermeidens aller «Trabantisierung» aus Zitatblock 4 auch zum blossen Trabanten Broders entwickeln, ein Zustand, den dieser noch nie nötig hatte.
 
Immerhin gibt es einen potenziellen Anwärter für Zitatblock 6: Der grosse Plagiator zu Guttenberg wird dem Prälaten auf ewig dankbar sein für die Reinwaschung seiner Schuld. Und wenn die Union mit der populistischen Rückrufaktion ihres verlorenen Bayern-Helden Erfolg hat, werden wir spätestens nächsten Herbst die Selig- und 2013 die Heiligsprechung dieses fehlbaren Ex-Ministers erleben dürfen.
 
Wenn Henryk und Hamed auf der Reise weg von Maria Vesperbild finden, Wilhelm Imkamp sei grossartig, Hamed ihn zum Papst und Henryk gleich zum Gott befördern möchte, machen mich die beiden Herren endgültig glücklich. Glücklich darüber, keinem «kirchlichen Verein» anzugehören.
 
Trotzdem: Der beredte Prälat soll seine Chance kriegen, sich neben Henryk Broder zu behaupten. Als Voraussetzungen gelten: Wilma empfängt noch eine Hundesegnung mit anschliessender omnivorischer Speisung, und Knut (Nein! Kurt natürlich!) wird dabei nicht depressiv.
 

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