Samstag, 1. August 2009

Schweizer Nationalfeiertag: 1. August 2009

Zum Nationalfeiertag der Schweiz werden erneut tonnenweise Feuer entfacht und Feuerwerke in den Himmel gedonnert. Morgen wird man stolz verkünden, wie viele Millionen an Steuergeldern so verprasst wurden und wie viele Tonnen man verschossen hätte.

Das Ganze ist eine reine Feinstaubproduktion, charme- und ziellos, angeblich soll es die Leute erfreuen. Nun, die Freuden dieser Feinstaub-Einatmer werden um einiges beschnitten, bedenkt man, dass sie sich durch diese Emissionen soeben eine verkürzte Lebensdauer eingehandelt haben.

In der Türkei soll es neulich sogar einen Toten gegeben haben wegen eines Rauchers, der unsäglich arme Nichtraucher mit diesen bösen Stoffen umnebelte.

Vielleicht wäre es in der Tat klüger, man laserte diese Feuerwerke an den Himmel, was zwar auch Energieaufwand kostete, hingegen nicht zu derartiger Luftverpestung führte.

Die Tonspur zu diesem Laser-Spektakel könnten sich die feiernden Eidgenossen schliesslich - je nach Geschmack und Stimmung - übers Handy reinziehen:
  • Kanonendonner
  • Feuerwerk
  • Händels Wassermusik
  • Ländler à discrétion

Kommentare:

Titus hat gesagt…

Die Idee ist gar nicht so schlecht, zumal so auch viel Geld fürs Machen der Feuerwerkskörper und fürs Aufbauen des gesamten Feuerwerks gespart werden könnte.

Ich fürchte allerdings, dass viele die «analoge» Variante mit allen akkustischen Effekten vorziehen... :-(

web.quantensprung hat gesagt…

@Titus
Ich habe volles Verständnis dafür, dass Du ein kürzeres Leben diesem digitalen Zeugs vorziehst … Zeitweise wurde am 01.08.2009 lokal bis das Fünffache des Grenzwertes von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen.

Sollten Partikel im Nanobereich entstehen, wird die Sache erst recht gesundheitsschädigend für die nächsten Generationen:
WELT ONLINE: Nanopartikel richten im Hirn Schaden an

Wünsche aber weiterhin schöne Feiern allerseits. Vielleicht werden sich Volksfeste entwickeln mit monströsen Alphornbands, geblasen von Abkömmlingen des Post-Punk.