Donnerstag, 3. Juni 2010

Wahl des Bundespräsidenten: Warten auf den weissen Rauch

Dafür habe ich durchaus Verständnis: Je grösser ein Desaster, desto grösser die Show. Während der Bundestag sich mit den heiligen Wahlen des Bundespräsidenten beschäftigt, erwartet das Volk entsprechende Zwischenresultate!

Nichtwahl
Wahl
 
Der nette vatikanische Brauch, bei Nichtwahl schwarzen, bei Wahl weissen Rauch in die Welt zu pusten, dürfte dieses Jahr auch den Bundestag ereilen. Dreimal täglich eindeutige Rauchzeichen senden, ist das mindeste, was die Bürger von den Politikern erwarten.
 
Wie heute zu erfahren war, soll es für Ursula von der Leyen bloss zur schwarzen Rauchfahne gereicht haben. Zurzeit soll Christian Wulff im Rennen sein.
 
Das einzige Malheur, das die Einführung des netten Brauchs nun noch stören könnte, wäre Extrem-Klimakanzlerin Angela Merkel, die auch nach den Eruptionen des Eyjafjallajökull noch jeden Pupser als Klima-Zerstörung empfindet.
 

Nachtrag um 19:42 Uhr:

Niedersachsens Ministerpräsident, Christian Wulff, ist soeben zum Kandidaten von Schwarz-Gelb gewählt worden.
Joachim Gauck, ehemaliger Bundesbeauftragter für die Stasiunterlagen, gilt als Gegenkandidat, gewählt von den Grünen und der SPD.
 

Kommentare:

Titus hat gesagt…

Dass im Vatikan entweder schwarzer oder weisser Rauch aufsteigt, kann ich verstehen, denn da gibt es häufig nur schwarz oder weiss...

Aber müsste über dem Bundestag nicht schwarz-gelber oder roter Rauch aufsteigen, je nachdem von welcher Partei der/die Gewählte schlussendlich stammt?

Besonders dramatisch könnte es sogar herauskommen, wenn ein grüner Kandidat gewählt würde. Der möchte dann nämlich aus Umweltschutzgründen, dass überhaupt kein Rauch aufsteigt, ergo wird nie jemand erfahren, dass er gewählt wurde... ;-)

Ich glaube, das mit dem Rauch ist doch nicht eine so gute Idee. Gibt es nicht noch andere Möglichkeiten? *grübel*

web.quantensprung hat gesagt…

@titus
Die Version für die Grünen: Vielleicht den Rauch bloss zeichnen und dazu viele, viele kleine Tüchlein in den entsprechenden Farben vor die Fenster hängen?

Ein anderer Vorschlag wäre der mit dem Fähnchen: Die Kanzlerin tritt vors Bundestagsgebäude und schwingt ein Fähnchen in entsprechender Farbe.
Erschiene sie mit dem schwarzen für Wulff, sollte sie dazu ein Zettelchen anheften mit der Info, es handele sich hier ausdrücklich nicht um eine Piratenflagge.

Als dritte Möglichkeit ergäbe sich, ganz ohne Rauch auszukommen, solange keiner gewählt ist, und nach der Wahl die Kanzlerin auf die Kuppel zu stellen, wo sie all ihre heisse Luft in den Äther bläst. Allerdings sollte man vorher die Luftfahrtunternehmen warnen, wegen des zweifellos ungewöhnlichen Entstehens von Chemtrails.