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Mittwoch, 20. Oktober 2010

Die «Entweder Broder» – Vorschau in ACHGUTV

«Entweder Broder» bei Amazon
Gefunden über die Achse des Guten «Auf den Hund gekommen». Danach sofort verzweigen zu ACHGUTV in die Entweder Broder-Trailer-Sammlung.
 
Immerhin scheint Wilma ein gutmütiges Hundevieh zu sein. Sie zerfleischte bis heute weder Daueropfer Henryk Broder noch Terroristen-Versteher Hamed Abdel-Samad.
 
Und ist die Karre super gelungen! Genau so ein Vehikel hatte ich mir vorgestellt. Bedenken, ob Broder je so einen Schlitten besteigen würde, hinderten mich hingegen an allzu grossen Hoffnungen …
 
 
«Entweder Broder – Die Deutschland-Safari» startet am Sonntag, 07. November 2010 in der ARD.
Ich freu' mich! Hoffentlich bleibt's nicht bei den fünf geplanten Sendungen!

Und immer schön geradeaus fahren, gell!


 

Mittwoch, 27. Januar 2010

Henryk M. Broder On The Road

Publizist Henryk M. Broder

Bildmaterial: sueddeutsche.de

Henryk M. Broder zusammen mit Hamed Abdel-Samad in der ARD bringt uns die Allianz des absoluten Ereignisses. Übereifrige Konvertiten, Zionisten-Hasser, Weichlinge oder sonst der Zartheit Verfallene möchten sich ab November 2010 bitte in Deckung begeben.

Wie die Süddeutsche am 22.01.2010 berichtete, erhält Broder in der ARD eine Sendung, die voraussichtlich Sonntags nach ttt (Titel, Thesen, Temperamente) platziert wird.
 

«... Entweder Broder, das klingt zwar so, als gebe es für den Publizisten zu den eigenen Ansichten eher keine Alternative, aber geplant ist die Sache dennoch als plurales Reise-Unternehmen: Gemeinsam mit Broder soll der in Kairo geborene, kritische Islamwissenschaftler Hamed Abdel-Samad als Kompagnon durch die Republik geschickt werden ...»


 
Geplant sind erst mal 5 Sendungen.
Sollte Broder im Verlauf dieser Zeit für irgend ein spektakuläres Unternehmen (Wahl zum Gewerkschaftsführer, Kandidatur zu einer Präsidentschaft, Boss aller Veilchenverkäufer etc.) unverhofft seine Kippa in den Ring werfen, darf man sich sicher sein, es handele sich bloss ein Ablenkungsmanöver. Denn im Hintergrund wurden soeben die nächsten 500 Sendungen sind bewilligt.
 
Das stärkt den Nabel, verblüfft den Erdball und erfreut die Welt!
 

Gefunden über und weitere

Montag, 25. Januar 2010

Natascha Kampusch – Ein Opfer sucht nach …

Heute soll also einer der Tage «X» im Leben der Natascha Kampusch sein: Die ARD sendet von 21.00 bis 21.45 unter dem Titel «Natascha Kampusch - 3096 Tage Gefangenschaft» eine Dokumentation, die unter anderem das Bild dieses Verbrechensopfers in der Öffentlichkeit «korrigieren» soll.

Es ist verständlich, dass der Titel die ca. 8.5 Jahre der Gefangenschaft in Tagen ausdrückt, denn es erschien am 26.04.2008 der Kriminalfall von Amstetten durch den mehrere Menschen in vollkommener Isolation über Jahre hin leben mussten. Die Mutter Elisabeth harrte während ca. 24 Jahren in dieser schrecklichen Weise aus und überlebte ca. 8'740 Tage.
 
Über dem «Fall Kampusch» und damit über dem Verbrechensopfer schwebte von Anfang an der Dunstschleier fundamentaler Manipulation: Angekündigt als hoch eloquenter Mensch mit schier unbegrenzten Hochbegabungen entpuppte Natascha Kampusch sich als Durchschnittsmensch, der bei erster Gelegenheit die «Liebe Weltöffentlichkeit» schlicht anlog.
 
Die Lüge bezüglich eines Skiausflugs während ihrer Gefangenschaft brach dem öffentlichen Image der Kampusch das Genick: Keiner mochte diesem Opfer künftig seinen Opferstatus mehr so recht zuordnen, und alles, was die Kampusch noch unternahm, bot Anlass zu unsäglichen Interpretationen, Verleumdungen und Verzerrungen.
 
Dabei wäre es im September 2006 so einfach gewesen, die Öffentlichkeit über die Realitäten jenes Skiausflugs samt folgenden weiteren Ausflügen aufzuklären:
 
Ein in Gefangenschaft, Isolation und Misshandlung «gehaltenes» Opfer unternimmt während dieser Tortur niemals etwas freiwillig oder etwa genussvoll. Ein Ausflug ist die Fahrt in eine kurze Verlegung, Tortenessen kann zur Qual für einen sonst unterernährten Menschen werden, der Sonnenschein schmerzt durch unerträgliche Lichtflut … Und Todesangst, Panik und Ausweglosigkeit drängen sich in jedem Augenblick als unerwünschte Begleiter auf.
 
Dazu das tollpatschige Unternehmen in Puls4, sich mit «Natascha Kampusch trifft» als TV-Moderatorin zu versuchen. Das musste schief gehen. Selbst der grösste Manipulator hätte wissen dürfen, dass die künstlich erschaffene Genialität eines hoch labilen Verbrechensopfers im realen Leben niemals zu befriedigender Leistung führen kann. Doch ungeachtet dessen warf man die Kampusch der Öffentlichkeit zum Frass vor, statt sie vor sich selber zu schützen.
 
Was vor dreieinhalb Jahren verpasst wurde, soll nun nachgeholt werden. Ob der erwünschte Effekt einer Image-Korrektur erreicht wird, kann noch keiner wissen. Es dürfte schwierig werden, eine Persönlichkeit klärend darzustellen, die man sporadisch in die Öffentlichkeit wirft mit dem Ruf «Ich möchte endlich zur Ruhe kommen».
 
Im Spannungsfeld zwischen Ruhe und Öffentlichkeit dürfen wir von diesem Verbrechensopfer vielleicht eine weitere TV-Serie erwarten mit dem Titel «Natascha Kampusch sucht …».
 
Nun, Spass beiseite. Ich wünsche Natascha Kampusch für diese Sendung alles Gute. Vielleicht benötigte das ganze Image-Schlamassel auch bloss einige Jahre mehr, um sich in einer gewissen Stille selbst zu korrigieren. Doch ich bezweifle, ob von Seiten Kampusch und ihren Medienberatern überhaupt die Geduld für eine solche öffentlichkeitsfreie Zeit vorhanden sein will.

Dienstag, 19. Januar 2010

Unwort 2009: Ursprung in Bauhaus ?

Das Unwort des Jahres 2009 heisst «betriebsratsverseucht». Vielen ist dieses Wort unbekannt, es soll aber mindestens einmal gebraucht worden sein.

Das trifft zu.
In der ARD-Sendung «Monitor» vom 14.05.2009 wird es als Zitat immerhin benutzt:
Das Thema widmet sich vorerst den unbezahlten Zwangspausen, deren Abzüge u.a. auch dann gelten sollen, wenn die Pausen nicht genommen werden konnten. Danach folgen die Aussagen über Betriebsräte generell.
(Das Zitat beginnt ca. bei Video-Zeit 05:40)

«Wir brauchen keinen Betriebsrat, wir können alles selbst klären.
Betriebsrat kostet nur Geld, was wir für anderes gebrauchen könnten, zum Beispiel Lohnerhöhungen. Und möchte ein Kollege in eine andere Niederlassung versetzt werden, würde ihn niemand mehr nehmen, da er betriebsratsverseucht ist...»

http://www.unwort-bilder.de/

http://www.unwort-bilder.de

 

Link zum unwortverseuchten Bauhaus :

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Minarette: Bleiben Sie beim Käse und ...

Die Debatte in «Hart aber Fair» mit dem Titel «Schock-Entscheidung zum Minarettverbot -wie tief sitzt die Angst vor dem Islam?» [ARD vom 02.12.2009] war enttäuschend. Die Frage nach der Angst der Bürger vor dem Islam wurde kaum beachtet.

Zum Titel:
Er kommt aus der Stimme eines Mannes von der Strasse, der den Schweizer Entscheid zum Verbot des Minarettbaus kommentierte:
«Liebe Schweizer, bleiben Sie beim Käse und lassen Sie die Minarette in Ruhe.»

Selbst die wenigen Einspielungen von Bürgern versetzten diese eher in die Rolle von Statisten, denen man sich alibimässig noch rasch etwas widmen musste. Dazu wurden alte Themen und Vorurteile aufgetischt. Selbst die kleine Flaxerei zwischen Michel Friedman und Frank Plasberg frischte den eingeschlagenen Pfad der Ereignislosigkeit nicht auf.
 

Ghettoisierung im Industriegebiet statt Integration

Als wichtig erscheint mir die während der Integrationsdebatte dargestellte Tatsache, dass Muslime, die ihre Moschee als Gebetsraum in unschöne und verschmutzte Industriegebiete auslagern müssen, für wenig Transparenz sorgen können und so auch noch in die Ecke des Obskuren gedrängt werden.
 
So können sich Menschen, die teilweise aus weiter Ferne zu uns in eine ihnen fremde Kultur kommen, niemals wohlfühlen und werden sich stets als ausgegrenzt empfinden.
 
Hier ist anzusetzen als einer der Schritte zur Integration: Im Städtebau. Erhält ein Sakralbau seinen ordentlichen Platz in der Gesellschaft, fühlt sich der Muslim willkommen geheissen und entsprechend geehrt.
 
Ähnliches schieb ich hier am 15.11.2009:

«Eine für die Muslime akzeptierbare Sakralarchitektur kann durchaus unter den Koran-Gläubigen in der christlichen Kultur für Entspannung sorgen und damit einen offeneren Blick des Islam in die Welt bewirken.
 
Ein Minarett in der europäischen Diaspora erfüllt seine Funktion nicht mehr voll, kann aber zumindest als Symbol an einem Gebetshaus oder einer Moschee für Muslime Halt und mentales Zuhause bieten.»

Vergangene schwerwiegende Biografien der Muslime

Vollkommen vermisst habe ich in der Debatte die Frage nach den Befindlichkeiten der Muslime, wenn sie in unsere Länder kommen. Aus welchen Situationen kommen sie? Aus Kriegsgebieten? Aus Hunger, Vergewaltigung, Folter, Unterdrückung, Lebensgefahr, etc.? Welche Gräuel haben diese Menschen eventuell schon durchgestanden?
 
Keiner der Debattierenden stellte die Frage, ob die Muslime nicht Angst vor uns haben könnten, ob eine gewisse Form der Ghettoisierung sie in ihrem Selbstverständnis weiter lähmen könnte.

Gäste von Frank Plasberg

«Fragmente» sind hier sinngemässe Zitate.

Aiman Mazyek Aiman Mazyek
Generalsekretär des Zentralrats der Muslime in Deutschland
 
Fragmente:
  • Eine Religionsgemeinschaft ist selbstbestimmend.
  • Petrodollars sind in Schweiz beliebt, Muslime hingegen nicht.
  • Empfehlung: Schweizer sollen zurück zu Toleranz und Freiheit.
  • Rechtspopulisten liessen Volk auf Leim gehen.
  • Die Schweizer sollen nochmals abstimmen.
  • Es ist unser existentielles Interesse, Probleme zu lösen und uns mutig der Intoleranz stellen.
  • Bei uns läuft falsch: wir sind zu wenig optimistisch und offensiv.
  • Muslime verspüren Diskriminierung, haben Angst und ziehen sich ins Ghetto zurück.
  • Der Islam ist anpassungsfähig. Das sahen wir, als wir während des Ramadan in deutschen Fussball-Ligen organisierten.
  • Vieles wird islamisch ausgelegt, was gar nicht islamisch ist.
  • Verbote von Klassenfahrten haben nichts mit dem Islam zu tun.
  • Eltern, die Kindern gewisse Dinge verbieten, sind in winziger Minderheit. Sie werden hingegen immer als Negativ-Beispiele angeführt. Das ist Desinformation.
  • Wir sind Muslime in Deutschland. Wir sind nicht verantwortlich, was andere muslimische Länder tun. Meine Mittel, in anderen Ländern einzuschreiten, sind minimal gering.
  • Es wird nicht über Lösungsvorschläge zur Integration gesprochen.
  • Zwangsheirat und Genitalverstümmelung haben mit Islam nichts zu tun.
 
Michel Friedman Michel Friedman
Journalist und Moderator
 
Fragmente:
  • In Deutschland sind andere Religionen toleriert, anders als in totalitären islamischen Ländern.
  • Eine Tschador-Trägerin erinnert assoziativ an Terrorismus.
  • Es wurde über mehr abgestimmt, als nur über das Minarett.
  • Die Schweiz hat Brücken niedergerissen, das ist falsch.
  • Wir brauchen Integration. 15% der deutschen Bevölkerung reden rassistisch und antisemitisch.
 
Bärbel Höhn Bärbel Höhn
Stellvertretende Fraktionschefin der Grünen
 
Fragmente:
  • Menschen, die mit Muslimen Kontakt pflegen, haben das Verbot abgelehnt.
  • Wer die Wirklichkeit kannte, stimmte anders ab, als weltfremde Bürger.
  • Man sollte allgemeine Hassaussagen vermeiden und die guten Erfahrungen als Vorlage nehmen.
  • Ein Minarett-Verbot verkehrt auf einem Niveau, das nie zu Integration führt.
 
Wolfgang Bosbach Wolfgang Bosbach
Vorsitzender des Innenausschusses des Deutschen Bundestages (CDU)
 
Fragmente:
  • Wir haben viele Menschen aus anderen Kulturkreisen. Die müssen sich anpassen.
  • Minarette sind Symbole.
  • Christen sollen in islamischen Ländern auch tolerant behandelt werden.
  • Alle verschiedenen Religionen und Kulturen in einem Land müssen sich anpassen.
  • Sakralbauten sollen sich ins übrige Stadtbild einfügen.
  • Wir müssen Integrationsleistungen von Einwanderern erwarten dürfen.
 
Roger Köppel Roger Köppel
Der Chefredakteur der Schweizer «Weltwoche» hat für das Minarettverbot gestimmt.
 
Fragmente:
  • Es gibt kein Recht auf ein Minarett.
  • Die Volksabstimmung ist uraltes Recht.
  • Den Entscheid zu revidieren wäre ein politisches Problem.
  • Das Minarett wird in Schweiz als Ausdruck des politischen Islam gesehen.
  • Zwangsheirat, Genitalbeschneidung etc, das macht den Leuten Angst.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Islam: «Hart aber fair» heute in ARD nicht verpassen

Die Schock-Entscheidung zum Verbot des Minarettbaus in der Schweiz sorgt weltweit für Entrüstung, Wut, Enttäuschung. Da die Erhebungen vor der Abstimmung vollkommen falsche Zahlen lieferten, geht man nun auch deshalb davon aus, es sei die Angst des Stimmvolkes gewesen, vorher über seine schliessliche Entscheidung wahrheitsgetreu zu informieren.

Die ARD versucht, heute 21:45 bis 23:00 Uhr in der Sendung «Hart aber fair» unter dem Titel «Schock-Entscheidung zum Minarettverbot - wie tief sitzt die Angst vor dem Islam?» dieser Angst nachzugehen.
 
Ich frage mich ernsthaft, ob diese «Angst vor Islamisierung» nicht bloss ein Vorwand der Bürger ist, aus dem Zustand einer gewissen Verzärtelung heraus, schlichte Fremdenfeindlichkeit und Unvereinbarkeit der Kulturen und Religionen zu praktizieren.
 
Selbst die Initianten der Minarett-Verbot-Initiative machten direkt öffentlich, einer Islamisierung entschieden entgegentreten zu wollen. Die Minarette waren also bloss ein «Aufhänger».
 
Dazu kommt, dass, wer wirklich bewusst abstimmen wollte, sich mit den Themen «Minarettbau» und «Islam als Weltreligion» längst hätte auseinandersetzen können und sollen.

Wir leben im Zeitalter der Information und Mobilität.

Was unternehmen eigentlich Touristen, wenn sie in «ferne warme Länder» verreisen? Unter welchen Gesichtspunkten schauen sie sich dortige Kultur und Kulturbauten an?
 
Die meisten der JA-Stimmenden sind angeschlossen ans Internet. Was ums Himmels Willen unternehmen sie eigentlich in diesem Netz? Auch hier bestanden viele Möglichkeiten, sich mit dem Islam und dessen Sakralbauten auseinanderzusetzen.
 
Und schliesslich: Wer von den JA-Stimmenden hat schon mal im Koran gelesen?
Den gibt’s auch im Taschenbuch-Format und in deutscher Sprache!

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